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auf dem Bürean des Herrn von Loſewitz. Die⸗ ſen alten Diplomaten wußte er ſo für ſich einzu⸗ nehmen, daß er ihm in Haus und Herzen die
Stelle des Sohns einräumte, weil dieſer, für ſeinen Leichtſinn etwas hart behandelt, von dan⸗ nen gegangen war und in einer Stadt Nord⸗ dentſchlands unter fremdem Namen als Baryto⸗ niſt auf der Bühne wirkte. Stets für die Kunſt begeiſtert, iſt er ihr tren geblieben und hat ſich Lorbeern errungen. Er beſucht faſt jährlich ſeinen Freund Müllersdorf, und dann belachen ſie zu⸗ ſammen ihre diplomatiſche Garriere.
Auch der ſchöne Plan des Marcheſe Riccvni ſcheiterte gänzlich. Im Mai des folgenden Jah⸗ res ſtarb der Herzog A. von Z. plötzlich. Prinz⸗ F., immer geiſtesſchwächer, überlebte ihn nur um einige Jahre. Das Fürſtenhaus ſtarb mit ihm aus. Der Himmel zerſchlug mit zürnender Fauſt das ſchimmernde Luftſchloß des intriguan⸗ ten Pfaffen; er kehrte nach Rom zurück. Spä⸗ ter hat man mehrmals die Behauptung gemacht, er ſei eigentlich ein Deutſcher, Namens Ricken, geweſen.


