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Der Diplomat : Novelle / von Ludwig Storch
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Er ſtreckte die geballte Fauſt dem laufenden Freunde nach, und wanderte, ſo ſchnell als es ſeine Anſicht von Anſtand und Würde erlaubten, hinter her.

Müllersdorf war in einigen Minuten ſchon an dem Wagen, und kam gerade zur rechten Zeit, um den Damen aus dem fragmentirten Reiſehäuslein herauszuhelfen. Das hart berührte Rad war nämlich gebrochen. Die Gräfin hatte ſich die Hand verſtaucht, hüpfte aber lachend über ihren Unfall heraus, und verbreitete ein wühres Witz⸗ und Scherzfeuer um ſich. Ihre Begleiterin war dagegen ſehr beſtürzt, konnte gar nicht be⸗ greifen, wie die Comteſſe über ſolch ein unglück noch ſo ausgelaſſen ſey und that ſogar empfind⸗ lich. Dies gab der Gräfin aber nur zu noch wildern Ausbrüchen ihrer Laune Veranlaß, und es dauerte gar nicht lange, ſo führte ſie mit Müllersdorf auf der Straße ein köſtliches Lach⸗ duett auf; denn beide lachten ſo herzlich und ſo aus vollem Halſe, daß man ſie für Lulpiust hätte halten können.

In der That wußte der unterdeſen herbei⸗