dabei doch, Gott weiß! was für Anſprüche. Die alten franzöſiſchen Narrenspoſſen von Freiheit und BGleichheit rumoren den Burſchen immer noch im Kopfe. Die Franzoſen haben doch ſtets nur Un⸗ heil in der Welt angerichtet. Was hat ihnen all der alberne Lärm geholfen? Jetzt ſind ſie heil⸗ froh, daß ein Bourbon nur wieder auf dem Throne und der Adel der dummen Canaille wieder auf dem Dache ſitzt. Wahrhaftig, es iſt nicht zu be⸗ ſtreiten, was das alte goldne Sprichwort ſagt— und die alten Sprichwörter ſoll man in Ehren halten— auf ein grobes Klotz gehört allzeit ein grober Keil. Was?“
„J nun,“ verſetzte Müllersdorf,„es wäre vom lieben Herrgott recht ſchön, wenn er alh Richtadligen und Armen zu groben Klötzen ge⸗ macht hätte, fürwahr, dann hätte der Adel ein unbeſtrittnes Recht, grobe Keile zu ſeyn. Nun iſt aber, meiner beſcheidnen Lebenserfahrung nach, die Sache gar oft umgekehrt, die Klötze ſind un⸗ ter den Adligen und die Keile, grobe und feine, unter den Bürgerlichen. Ich finde aber nöthig, zu dieſer Bemerkung hinzuzuſetzen, daß ich der


