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„Sei Er nicht eitel, mach er ſich nicht jünger als Er iſt. Er hat die Vierundvierzig auf dem Rücken. Hier ſteht's.“
„So? nun wenn's dort ſteht—“
„Wie hoch?“
„Fünfundſiebzig und ein Achtel ſächſiſch. Hab ich aber die neuen Drecktreter an, werden die Sechsund⸗ ſiebzig voll.“
„Sei Er nicht hochfahrend, mache Er ſich nicht größer, als er iſt. Er mißt vierundſiebzig und einen halben Zoll. Hier ſteht's.“
„So? Nun wenn's dort ſteht. Mir kann es gleich ſein.“
Der Herr Bürgermeiſter von Hammelswalde trat jetzt näher an den kerzengrade vor ihm ſtehenden Lerche und unternahm die Oeularinſpection.
„Haar in's Gräuliche ſchillernd. Sehr richtig.“
„Ja,“ meinte Lerche,„meine Frau jätet mir zwar täglich auf dem Kopfe herum, daß ich Zeter⸗ mordio ſchreien möchte, aber die Grauſchimmel neh⸗ men mit Macht überhand.“
„Ruhe. Stirn hoch und frei. Streich Er doch einmal die Zottige da vorne weg.“
„Das wird ſchwer halten,“ geſtrenger Herr Bürger⸗ meiſter,„ſie ſind zu tief herabgewachſen.“
„Thu Er was ich ſage und ſchweig Er.“
„Wenn der Herr Bürgermeiſter befehlen.“
Nachdem Lerche nicht ohne Widerſpenſtigkeit von Seiten ſeines ſtruppigen Haarwuchſes die Stirn etwas freigemacht, ſprach der Bürgermeiſter:
„Sehr richtig, die Stirn frei. Die Zähne defect,“ fuhr Tobias im Steckbrief leſend fort,„mach Er mal das Maul auf.“


