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nach Litthauen dem erſtaunten Europa meldete. Die Nation war trunken vom Freudenrauſche. Im Aus⸗ lande wagte jetzt kaum Jemand an dem glücklichen Er⸗ folge des anfangs verloren gegebenen Unternehmens zu zweifeln. Skrzyneck's Name war in aller Munde, be⸗ geiſtert verglichen mit dem größten Helden aller Zeiten. Am adriatiſchen Meere, wie an der Oſtſee, an der Seine, wie am Rhein, an der Donau, wie an der Elbe, ja an der Oder vernahm man die Rufe: Skrzynecki und Polen! In Warſchau ſelbſt war man ſo über⸗ müthig, daß die Zeitungen laut verkündeten, nur an der Dzwina hinter Minsk und der Berezina werde der Feldherr ſeinen Frieden ſchließen, wie er auch wirklich bei ſeinem Auszuge aus Warſchau verheißen.
Es war jenes täuſchende Frühlingsgrün, das im Herbſte die Fluren kurz vor dem Froſte bedeckt, jener Sonnenſtrahl, der ſein ſeltſames Licht am Saume dunkler und ſchwerer Gewitterwolken über die Erde ſchickt. Die polniſche Sache ſtand hoch oben auf einem Gipfel; aber unter ihren Füßen ein jäher Abgrund. Nur der Jäger, der kühn und verwegen, entſchloſſen und furchtlos, ſein Leben daran ſetzend, auf ihn zu ſpringt, mag das Drüben erreichen; während der be⸗ hutſam Glimmende entweder zurück muß, oder ſtrauchelnd in den Abgrund ſtürzt. Skrzynecki war kein verwegener Jäger; er war der furchtſam Tappende.
Diebitſch hatte ſich bald überzeugt, daß er von den Polen getäuſcht worden war. Er wandte ſich mit Blitzesſchnelle gegen Oſtrolenka. Der polniſche Gene⸗ raliſſimus hiervon Nachricht erhaltend, kehrte ſchleunig aus Litthauen zurück. Bei dem Städtchen Oſtrolenka kam es zur entſcheidenden Schlacht, in welcher zwar die Polen mit dem bewährten Heldenmuthe kämpften, auch Skrzynecki die höchſte perſönliche Tapferkeit bewies;


