Teil eines Werkes 
Supplemente 3. Band, Der Weltbürger : historischer Roman aus den Jahren 1830-1832 : 3. Theil (1857)
Entstehung
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ſerer Sklaverei. Liebe zum Vaterlande, Bereitwilligkeit, demſelben die größten Opfer zu bringen, Muth, Fröm⸗ migkeit und Milde: das waren die Tugenden unſerer Väter; ſie ſind auch uns noch eigen. Warſchaus Volk, am neunundzwanzigſten November aufgeſtanden, Sieger ohne Anführer und Geſetze; welcher Gräuelthaten hat es ſich ſchuldig gemacht? Warſchau, ein Heer von dreißigtauſend Mann, das ganze Königreich, wie durch ein Wunder erhoben, wie verfuhren ſie mit dem Cäſa⸗ rewitſch Conſtantin? Dieſer funfzehn Jahre hindurch gegen die Gefühle und Freiheiten der Nation mitleidloſe Fürſt, gab, zum erſten Mal gegen uns gerecht, ſein Heer und ſich ſelbſt in den Schutz des edelmüthigen Volks. Da läuteten wir nicht die Vesperglocke zur Racheloſung; ſelbſt im offenen Kampf wollten wir unſre Ueberlegenheit nicht benutzen. Furchtlos erwarteten un⸗ ſere Regimenter Rußlands ganze Macht, aber jenen Ruſſen, die das polniſche Wort beſchirmte, wichen ſie aus. Auch an einzelnen Perſonen bewährte ſich die Hochherzigkeit der Nation. Europa rühmt eben ſo den Edelmuth unſeres Aufſtandes, als die Wunder unſerer Tapferkeit. Brüder! auch Eurer harret eine ähnliche Bewunderung.

Beginnt alſo zu handeln und bietet dazu die ganze Kraft des Volkes auf! Die Kraft der Nation aber, ſowohl im Frieden als im Kriege, iſt das gemeine Volk. Zu ihm wendet aufmerkſam Auge und Herz. Wohlgeartete Söhne! Handelt, wie Euere Väter handel⸗ ten! Zerbrecht die gehäſſigen Feſſeln und ſtiftet den heiligen Bund der Wohlthätigkeit mit der Dankbarkeit! In andern Ländern hat das Volk durch Mord und Rache ſeine Rechte errungen; bei uns erhielt es ſie als Geſchenk von ſeinen Brüdern. Eine ſchöne, gerechte und unumgänglich nothwendige Handlung wird Euer