Teil eines Werkes 
22. Band, Der neue Cäsar : ein Seitenstück zu "1813" und "Elba und Waterloo" : 3. Band (1854)
Entstehung
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ten; aber ſo lange auf Sanct Domingo eine Blume blüht, werd' ich wohl vergeblich auf eine Ant⸗ wort warten.“

„Guiſeppe?“ frug Bonorand, von ſeinem botaniſchen Abſtecher zurückkehrend,„das mag der Himmel wiſſen, in welcher Hängematte der ſich ſchau⸗ kelt. Wahrſcheinlich ſteckt er mit auf der Flotte des Villeneuve. Dieſe Banxia iſt wirklich nicht mit Golde zu bezahlen.“

Endlich war es Armand gelungen, den fort⸗ während botaniſirenden Freund nach der Marienhöhe zu bringen, wo ſich eine in franzöſiſchem Geſchmack eingerichtete Reſtauration befand. Er war ſehr ver⸗ gnügt, als die Dunkelheit herein brach, welche Bo⸗ norand's botaniſchem Eifer ein Ziel ſetzte. Aber Armand hatte gleichwohl nicht viel gewonnen, denn ietzt erſchloß ſich das transatlantiſche Himmelsgewölbe mit ſeinen fremdartigen Sternbildern und Sterngrup⸗ ven, und der Doctor ward nun Aſtronom.

„Ich muß geſtehen,“ ſprach er,„wie glanzvoll die tropiſche Vegetation gegen die nord⸗ und mittel⸗ europäiſche hervortritt, ſo iſt das hinſichtlich des Firmaments doch keineswegs der Fall. Unſer nor⸗ diſcher Nachthimmel iſt weit ſchöner und weit reicher an Sternen erſter und zweiter Größe.

„Seht einmal,“ fuhr er fort,„ganz am äußerſten Horizonte guckt unſer alter braver großer Bär, unter deſſen ſieben Sternen des Himmelswagens wir aufgewachſen ſind, nur mit dem Schwanze ein Wenig aus dem Meere; ich kenne die Deichſelſterne gar wohl, es iſt der Benetnaſch und der Mizar, letzterer mit ſeinem kleinen Begleiter Alcor, dem Reuterlein, welche aus der Heimath daher winken, während der Alioth und der ſchöne Dubeh noch

Stolle, ſämmtl. Schriften. XXIl. 3