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„Es iſt mir dies ſehr angenehm zu hören,“ er⸗ wiederte der Doctor;„bin ich Euch nun um die halbe Erde nachgefahren, und kaum hab' ich Euch erwiſcht, eſchappirt Ihr mir. Gleichwohl kann ich Nichts dagegen ſagen, denn es iſt allerdings pericu- lum in mora. Der Kaiſer muß über Kurz oder Lang mit den Ruſſen zuſammentreffen. Ich glaube nicht, daß der Feldzug von langer Dauer ſein wird. Aber ſeht mir doch die prächtige Aloe, da müſſen ſich doch unſere europäiſchen Gewächshäuſer verſtecken.“
„Wie lange habt Ihr Zeit zur Ueberfahrt ge⸗ braucht?“ erkundigte ſich Armand zum zweiten Mal angelegentlich.„Wir ſind ungefähr ſechs Wochen gefahren;“ antwortete Bonvrand,„die Reiſe ging von Rochefort aus. Von den Rothröcken haben wir gar nichts zu leiden gehabt. Auf der Höhe der Azoren verfolgten uns eine Zeit lang zwei engliſche Fregatten, konnten uns aber nichts anhaben, da un⸗ ſer Vorſprung zu groß war. Dieſe vortreffliche Ban- xia serata da an der Pinin, muß ich mir doch et⸗ was genauer in Augenſchein nehmen, eine ſolche ma⸗ jeſtätiſche Art iſt mir noch gar nicht vorgekommen.“
Bonorand ſprang zu Armand's nicht gerin⸗ gem Verdruſſe, der nur immer von Europa erzählt und ſeine Fragen beantwortet wiſſen wollte, durch das Gebüſch, wo in einiger Entfernung die ſchöne Blume in ſtiller Einſamkeit ihre Farbenpracht entfal⸗ tete. Er konnte ſich lange nicht losreißen von dem ſeltenen Anblick und wollte eben Armand eine botaniſche Vorleſung über die üppige Vegetation der Tropenländer halten, als ihn dieſer ungeduldig mit den Worten unterbrach:
„Ich hab Euch nun ſchon das fünfte Mal ge⸗ fragt, ob Ihr keine Nachricht von Guiſeppe erhal⸗


