Nachſinnen,„dem Kaiſer darf ich nicht kommen, wie gut er auch auf mich zu ſprechen; aber dem Junot müſſen wir einheizen, daß er für Dich agirt. Er iſt
übrigens eben ſo ſchuldig wie Du, und wenn er als ehrlicher Mann dem Kaiſer reinen Wein einſchenkt, kann er ſich auf einen ſchönen Leviten gefaßt machen. Aber, apropos, was iſt denn aus Florentinen ge⸗ worden?“
„Ja, wer das wüßte,“ erwiederte Armand ſeuf⸗ zend;„in dem kurzen Zeitraume, der mir nach der furchtbaren Kataſtrophe in Paris noch vergönnt war, konnte ich trotz aller Bemühung nicht die geringſte Kunde über ſie einziehen. Mir blieb nicht einmal ſo viel Zeit, von Bonorand Abſchied zu nehmen.“
„Er ſagte mir dies,“ erzählte Guiſeppe,„und war ſehr ungehalten auf Dich, daß Du ſeiner War⸗ nung nicht mehr Gehör geſchenkt haſt. Du hätteſt Dir Dein Mißgeſchick einzig und allein zuzuſchreiben; doch er hat mir ja einen Brief an Dich mitgegeben; da wird er Dir wohl ausführlicher den Text geleſen haben.“
Guiſeppe zog bei dieſen Worten Bonorand's Schreiben aus der Rocktaſche, welches Armand ſo⸗ gleich erbrach und deſſen Inhalt alſo lautete:
„Mein herzlieber Freund!
„Mein Euch bekannter Glaube an die unmittel⸗ bare Einwirkung guter und böſer Genien auf das Geſchick der Sterblichen hat durch Euer urplötzliches Verſchwinden neue Nahrung erhalten. Nur bezweifle ich, daß es diesmal gute Geiſter geweſen ſind, welche Euch Knall und Fall, vom Boulevard des Italiens Nummer 34 hinweg, in die Nähe des Aequators verſetzten. Conſtant und meine Wenigkeit haben uns vergebens den Kopf zerbrochen, welches wohl der


