„Hier hab' ich mir auch die Worte aufgezeichnet, die der Kaiſer dem Erhaltungsſenate zur Antwort gab, als dieſer ihm das Senatsconſultum über die Ab⸗ ſtimmungen wegen des erblichen Kaiſerthums über⸗ brachte. Sie ſind mir deshalb merkwürdig, weil ſie den Charakter Napoleon's in ſeinem Lichte wie in ſeinen Schattenſeiten abſpiegeln, und lauten wie folgt:
„„Ich beſteige den Thron, auf welchen der ein⸗ ſtimmige Wunſch des Senats, des Volks und der Armee mich berufen hat, mit einem Herzen, welches ganz von dem Gefühle der großen Beſtimmung jenes Volkes durchdrungen iſt, das ich zuerſt mitten aus den Lagern mit dem Namen des Großen begrüßt habe. Seit meinen Jünglingsjahren gehören alle meine Gedanken ihm, und ich darf es hier ſagen, meine Freuden und meine Leiden haben keine andre Quelle mehr, als das Glück und Unglück meines Volkes. Meine Nachkommen werden lange dieſen Thron erhalten. In den Lagern werden ſie die erſten Soldaten der Armee ſein, bereit, jeden Augenblick ihr Leben der Vertheidigung ihres Vaterlandes auf⸗ zuopfern. Als Magiſtraten werden ſie nie vergeſſen⸗ daß Verachtung der Geſetze und Erſchütterungen der geſellſchaftlichen Ordnung nur das Werk der Schwäche und Unentſchloſſenheit des Fürſten ſind. Sie, Sena⸗ toren, deren Rath und Unterſtützung mir auch in den ſchwierigſten Umſtänden nicht gefehlt hat, Sie werden Ihren Geiſt Ihren Nachfolgern hinterlaſſen. Sein Sie ſtets die Stützen und erſten Räthe des dem Wohle dieſes großen Reichs ſo unentbehrlichen Thrones.“
Armand erkundigte ſich jetzt eines Näheren öber das eigentliche Reſultat der Abſtimmung, die im gan⸗ zen Frankreich wegen der Umgeſtaltung der Republik in ein Kaiſerthum vorgenommen worden war.


