Teil eines Werkes 
21. Band, Der neue Cäsar : ein Seitenstück zu "1813" und "Elba und Waterloo" : 2. Band (1854)
Entstehung
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hat; wenigſtens knackte es mir vorhin im Gedränge ziemlich verdächtig.“

„Ich habe den Spektakel von hier mit angeſe⸗ hen,“ meinte Armand,„und kann nicht begreifen, wie ſelbſt anſtändig gekleidete Frauen ſich mitten in dieſes Gewühl wagen können.“

„Das ſind gerade die Schlimmſten,“ verſetzte Bo⸗ norand,„eine ſolche Hetaire hätte mir bald ein Auge ausgekratzt. Uebrigens bemerke ich zu meiner wahren Zufriedenheit, daß wenigſtens mein Skelett noch beiſammen und kein Knochen gebrochen iſt.

„Apropos,“ fuhr er fort,„habt Ihr denn geſtern die Geſchichte gut geſehen?“

„Vortrefflich,“ erwiederte Armand,„die Züge gingen ja Alle hier unter den Fenſtern vorüber; in den Dom bin ich freilich nicht gekommen.“

„Dankt Gott,“ verſetzte Bonvrand,„ich habe mit welchen geſprochen, die in der Kirche mit aus⸗ halten mußten, ſie ſind bald ausgewachſen. Vier Stunden hat das Brimborium gedauert. Wo die liebe Geiſtlichkeit ihre Hand im Spiele hat, geht's nicht ſo geſchwind; eh' die Alles beklingelt und beräuchert hat, kann man bequem durch Europa reiſen. Der Kaiſer, der vor Allem Geſchwindigkeit liebt, ſoll ſich über alle Maßen ennuyirt haben, wie mir Conſtant erzählte. Dazu den achtzig Pfund ſchweren Krönungs⸗ mantel auf dem Leibe. Als er nach Hauſe gekom⸗ men, hat er nichts Eiligeres zu thun gehabt, als die glänzende Bürde von ſich zu werfen und in ſeine einfache Grenadieruniform zu fahren.“

„Es iſt mir nur unbegreiflich,“ meinte Armand, „wie ein Napoleon ſo großen Werth auf ſolche Aeußerlichkeiten legen kann.“

„Weil er die guten Franzoſen,“ erwiederte der