Teil eines Werkes 
21. Band, Der neue Cäsar : ein Seitenstück zu "1813" und "Elba und Waterloo" : 2. Band (1854)
Entstehung
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Schönſte verſammelt hatte, was nur das große Frank⸗ reich aufzuweiſen vermochte.

Die Haltung und Miene des Kaiſers war einfach und ernſt, die der Kaiſerin voller Grazie und lie⸗ benswürdiger Freundlichkeit.

Unter der großen Thüre wurden die beiden Ma⸗ jeſtäten von den franzöſiſchen Cardinälen, Erzbiſchö⸗ fen, Biſchöfen, denen die geiſtlichen Ceremonienmeiſter voranſchritten, empfangen. Von jetzt an bildete ſich der große, impoſante Krönungszug, während die bei⸗ den rieſenhaften Orcheſter den großartigen, von Le⸗ ſeur componirten Kriegsmarſch anſtimmten. Ueber⸗ haupt war auf den Chören Alles vereinigt, was nur Paris an großen mufikaliſchen Talenten beſaß. Zwei Orcheſter, mit vier Chören, jedes aus mehr denn drei⸗ hundert Muſikern beſtehend, wurden, das eine von Herrn Perſuis, das andre von Herrn Rey diri⸗ girt, welche Beide Vorſteher der Muſik des Kaiſers waren.

Der Krönungszug aber fand in folgender Ord⸗ nung ſtatt:

Vorerſt die Huiſſiers, vier in der Reihe; die He⸗ rolde, je zwei und zwei; die Pagen; die Untergebe⸗ nen der Ceremonienmeiſtcr; die Ceremonienmeiſter: der Großceremonienmeiſter; der Marſchall Serrurier, der auf einem Kiſſen den Ring der Kaiſerin trug; der Marſchall Moncey mit dem Korbe für den Mantel der Kaiſerin; der Marſchall Murat mit dem Kiſſen, worauf die Krone der Kaiſerin ruhte. Neben jedem dieſer drei Großbeamten ging ein Kammerherr und ein Stallmeiſter der Kaiſerin. Die Entfernung, in welcher ſie von einander einherſchritten, betrug zehn Schritte.

Jetzt erſchien die Kaiſerin mit dem Krönungs⸗