Teil eines Werkes 
20. Band, Der neue Cäsar : ein Seitenstück zu "1813" und "Elba und Waterloo" : 1. Band (1854)
Entstehung
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ſahen damals noch ziemlich dürftig aus, wie ein Volk gerupfter Spatze, hatten weder viel auf noch in dem Leibe, waren nicht lange erſt eingeruckt in Italia. Es war ein grauer Morgen, s iſt mir wie heute, die Schlacht noch nicht angegangen) wir marſchirten vald hier hin, bald dahin, die Kreuz und die Quer, um Terrain zu gewinnen; der Bonaparte war da⸗ mals auch noch ſo dürr, wie ein Sperling, hatte das Alles ſo angeordnet. Ich ſtand bei den Jägern zu Fuß, neben mir Francois Lyon aus Nieder⸗Bre⸗ tagne, Seegardiſte; den Lyon hätteſt Du kennen ſollen, alle Wetter, das war ein Kerl, ſchon als Junge Genie durch und durch, hörte das Gras wach⸗ ſen und die Mäuſe nieſen; der ſtand alſo neben. ir und marſchirte mit durch Dick und Dünn; aber ſein Blick, Seegardiſte, ſeinen Blick hätteſt Du ſehen ſol⸗ len, ein Luchs iſt eine Blindſchleiche dagegen, ſein

Blick überall. Während wir marſchiren und da⸗ bei uns eben nicht viel dachten, zifferte er fortwäh⸗ ¹ rend und ſuchte heraus zu bekommen, warum wir

gerade ſo und nicht anders marſchirten. An jenem Morgen nun trieb er's beſonders toll, war ſo ver⸗ tieft in ſeine Calculationen, daß er mir die Feld⸗ flaſche zurückgab, ohne daraus einen Tropfen getrun⸗ ken zu haben, und es war verdammt friſch jenen Morgen. Wir ſtanden juſt Gewehr im Arme auf einem Plateau; in der Ferne hatte der heilige Chriſt beſcheert, da ſtand der Oeſtreicher, wie ihn Gott ge⸗ ſchaffen hatte, der Länge lang an einen Wald ge⸗ lehnt, kein Mann fehlte. Wir konnten die Sache charmant überſehen. Lyon fraß den Feind ordent⸗ lich mit ſeinem Blicke. Es währte nicht lange, kam der damalige Bonaparte geritten auf einer kleinen 4 Falbe, keine zwanzig Schritt an der Front vorüber,