Teil eines Werkes 
20. Band, Der neue Cäsar : ein Seitenstück zu "1813" und "Elba und Waterloo" : 1. Band (1854)
Entstehung
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Die Frangaiſe war unterdeß zu Ende und Ro⸗ chambeau führte ſeine Tänzerin nach der rothſammet⸗ nen Eſtrade zurück, ſo daß ſie faſt unmittelbar neben dem Orte zu ſitzen kam, wo Armand ſtand. Der Adjutant Junot's, der ſich jetzt von Florentinen verabſchiedet hatte, gewahrte ſeinen Kameraden und Dutzbruder.

Engagire Dich mit der im Roſakleide, flüſterte er Armand in's Ohr,ſie tanzt wie ein Engel.

Seligkeit und Wehmuth zogen bei dieſen Worten durch Maillebois Bruſt.

Ich kenne ſie nicht, erwiederte er kaum hörbar.

So will ich Dich vorſtellen, verſetzte Rocham⸗ beau,es wird Dich nicht gereuen.

Armand, der eine ſo hohe Verehrung in tiefſter Bruſt für Florentinen nährte, daß er ſie gleich einer Heiligen anbetete, würde es für eine Sünde ge⸗ halten haben, ſich ihr ohne Umſtände zu nähern, wie wohl ſonſt auf Bällen der Fall vorkommt, aber, von dem Freund beſtürmt, gab er mit klopfendem Herzen ſeine Einwilligung und ließ ſich vorſtellen.

Nun muß man geſtehen, daß Armand, wie faſt alle Franzoſen, ein gutes Mundwerk beſaß, und nicht leicht um Stoff zur Converſation verlegen war; als er aber jetzt dem reizenden Mädchen gegenüber ſtand, das ſein Herz vollkommen erobert hatte, war er wirk⸗ lich um Worte verlegen. Er hatte ihr ſo Viel, ſo unendlich Viel zu ſagen, und gleichwohl konnte er ſich auch durchaus auf keinen paſſenden Eingang befinnen. Um mit einem Engel ein Geſpräch anzuknüpfen, kam ihm Alles, was er ſagen wollte, ſo fade, proſaiſch, abgeſchmackt vor. Bei jeder andern Dame würde er nicht verlegen geweſen ſein. Er würde mit einer Schmeichelei über ihren Tanz, Toilette und ſo weiter