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Seſſel zur Linken des Bettes befand ſich ein Koffer in Form eines Mantelſacks, welcher die Leibwäſche des Kaiſers und einen vollſtändigen Anzug für ihn ent⸗ hielt. Ueber demſelben hing auf einem Nagel ein alter abgenutzter verbogener Hut, den der Kaiſer vor⸗ zugsweiſe zu tragen pflegte, wenn er das Lager oder die Rhede beſuchte. Er verlor dieſen Hut oft, ſei es, daß er ihm vom Winde entriſſen wurde, oder daß er in's Meer fiel. Jedesmal hat man ihn treu wie⸗ der zurückgebracht, als ob er ein Gegenſtand wäre, den keiner ohne die Furcht, ein Verbrechen zu bege⸗ hen, ſich zuzueignen gewagt hätte.
Von der andern Seite des Conſeilſaales, und pa⸗ rallel mit dem Schlafzimmer, lag der Speiſeſaal. Man ſah hier einen Service in der Breite des Sa⸗ lons aufgeſchlagen. Uebrigens war er mit derſelben Einfachheit meublirt, wie der vorige. Unmittelbar in⸗ und außerhalb der Barake lagen zwei hüttenartige Nebengebäude, worin das eine als Küche, das andere zur Wohnung der Dienerſchaft diente. Rechaud und Fourneau, die erſten Haushofmeiſter legten hier eigene Hand an die Kaſſeroles und fungirten, beſon⸗ ders wenn der Kaiſer Mittagsgäſte hatte, was bei⸗ nahe täglich der Fall war, in höchſt eigener Perſon unter freiem Himmel.
Ungefähr hundert Schritte vor der Barake des Kaiſers lag die des Admirals Bruix, jenes biderben Seehelden. Obſchon bedeutend kleiner, als jene, ſo war ſie im Innern doch eben ſo eingetheilt; nur mit dem Unterſchiede, daß ſie weit glanzvoller meublirt war.
Zwiſchen dieſen beiden Baraken erhob ſich der Semaphor, eine Art Seetelegraph, um die Bewegung der Flotten zu ſignaliſiren. Ein wenig weiter hin
Stolle, ſämmtl. Schriſten. XX. 2


