Teil eines Werkes 
20. Band, Der neue Cäsar : ein Seitenstück zu "1813" und "Elba und Waterloo" : 1. Band (1854)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

13

mir; hätte längſt in's Gras beißen müſſen, wäre ich nicht frühzeitig in's Feld gezogen.

Ich gehe mit, ich gehe mit, drängte freudig der Knabe.

Die arme Margot verließ weinend und ſchmol⸗ lend das Zimmer, in welches gleich darauf Armand und Guiſeppe ſtürzten.

Dreimal Nagel geſchoſſen, rief letzterer freudig, unmittelbar hintereinander,der Armand brachte es blos bis zur Eilfe.

Ein wackrer Schütze, geſtand Armand,da⸗ für liegt er aber auch tagtäglich auf dem Schießſtande. Ich weiß es, er hat ſein Taſchengeld bis auf den letzten Centimen verpufft.

Ihr guten Kinder, ſprach jetzt Maillebvis, leiſe und freudig,morgen in aller Frühe ſchnürt Ihr Eure Ränzchen und haltet Euch marſchfertig; ich habe die Mutter herum, der Nap rückt mit in's Feld. Wir können die Zeit gar nicht günſtiger tref⸗ fen. Der Kaiſer iſt in Boulogne. Da ſtell' ich Euch vor und löſe mein Wort. Ich ſage Euch, es wird ein Götterfeſt.

Vive l'empereur! riefen bei dieſen Worten be⸗ geiſtert alle drei Söhne mit einem Munde.

Pſt, Pſt, winkte der Alte,macht durch Euer Geſchrei der armen Mutter das Herz nicht noch ſchwe⸗ rer; ſucht in der Stille Euern Sonntagsſtaat hervor, damit Ihr vor Seiner Majeſtät ſo ſtattlich als mög⸗ lich erſcheint. Ich will jetzt gehen, und Eure Mut⸗ ter in Etwas tröſten.

Er verließ das Zimmer, während ſich die Söhne bei dem Gedanken, bald vor den Kaiſer geführt zu werden, freudetrunken umarmten.