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„Nun, beſter Herr Proviantverwalter,“ bat Liebe, der jetzt brillenbewaffnet wieder an's Fenſter trat, „dürft ich Sie um gefällige Wiederholung der De⸗ monſtrativn erſuchen? Wo iſt das Ding?“
„Hat ſich etwas zu demonſtriren,“ replicirte es oben herab,„wer heißt Sie ſo ewig nach der Brille ſuchen. Sehen Sie meine Mütze, Herr Criminal⸗ rath?“
„Ei wohl, die ſehe ich!“
„Nun, darunter liegt's.“
„Kaum glaubbar.“
Der Proviantverwalter, den es ärgerte, daß der Criminalrath ſeine Wurfgeſchicklichkeit in Zweifel ziehe, rieth dieſem, ſelbſt hinabzugehen und ſich zu über⸗ zeugen.
„Davor ſoll mich Gott bewahren!“ proteſtirte Liebe.„Eine Stunde nach Sonnenuntergang, Sie wiſſen es, verlaſſe ich ohne Begleitung meine vier Pfähle nie.“
Der Proviantverwalter machte ſich indeß bereits Vorwürfe über ſeinen Wurf.„Bin ich nicht ein Thor geweſen, meine Mütze nach dem unnützen Dinge zu werfen. Nun werden Ohrkneiper, Kellerkunzen, Holzböcke und Gott weiß was für andere Beſtien dieſe Nacht darin ihr Quartier nehmen und ſie mir verunreinigen. Herr Eriminalrath, man iſt zuweilen doch ein rechter Thor.“
„Ja wohl!“ ſprach dieſer.„Aber, beſter Herr Proviantverwalter, Gott ſei mir gnädig, da kommt's wieder gewackelt. Mich rührt der Schlag, das ſind ja zwei Narziſſen! Seit wann haben die laufen ge⸗ lernt? Herr Proviantverwalter, Teufelei, Teufelei! Gute Nacht, Herr Proviantverwalter!“ Er ſchlug das Fenſter zu und das Rouleaux ſchnarrte herab.


