Teil eines Werkes 
19. Band, Camelien : Novellen und Erzählungen : 2. Band (1854)
Entstehung
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Während dieſes Geſprächs war noch ein zweites Menſchenhaupt, auch in einer Schlafmütze, im zweiten Stock ſichtbar geworden.

Wo ſoll noch Reſpekt herkommen? ſeufzte das einſtöckige Menſchenhaupt.

Ei was, beſter Herr Criminalrath, ſo ſpät noch auf? rief das zweiſtöckige.

Das möchte ich Sie fragen, geſchätzter Herr Pro⸗ viantverwalter; ſind wohl gar ſentimental?

Möcht's wohl, Herr Criminalrath, die verdamm⸗ ten Pillen. Halt's nicht ein Viertelſtündchen im Bette aus. Soll mir eine Warnung ſein. Laboriren Sie auch?

Mein Gott, Sie wiſſen ja, rief ärgerlich der Criminalrath,der Prozeß.

Verſtehe, verſtehe, geehrteſter Herr Criminalrath. Aber, Verehrteſter, ich habe doch die drei Gulden nicht umſonſt weggeworfen für die Fenſtermiethe zur Execution?

Ohne Sorge, tröſtete dieſer,können fidel ſein, er wird gerädert.

Himmliſcher Criminalrath, Sie entzücken mich. Wahrhaftig, es wäre ein Meiſterſtreich. Ich glaubte ſchon, eine Räderei auf Erden nicht mehr zu erleben.

Freuet mich, daß Sie ſich für die Sache intereſ⸗ ſiren! ſprach Liebe.

O, wo gäb' es etwas Schönes und Herrliches, wofür ich mich nicht intereſſirte? Sogar dieſe Mond⸗ nacht, Herr Criminalrath, ſogar dieſe unſcheinbare Mondnacht intereſſirt mich. Sehen Sie nur, wie er daſteht, der Mond, wie ein Näpfchen friſche Butter.

Ich kann ihn nicht leiden! ſprach der Criminal⸗ rath.Er iſt eine nichtsnutzige Laterne. Nur zwei