1412
nicht Rath werden, denn ich wollte meine Dankbar⸗ keit durch die That beweiſen.
„Erſt jetzt, edler Mann, bin ich im Stande, Ih⸗ nen gute Intereſſen zu zahlen, nachdem mich jener Amerikaner, dem ich mit Ihrem Thaler das Leben rettete, nachdem er vor Kurzem frauen- und kinder⸗ los geſtorben, zum Univerſalerben ſeines unermeßli⸗ chen Vermögens eingeſetzt hat. Beikommend folgen für jeden Tag ſeit Darleihung des Thalers ein Du⸗ eaten Intereſſen. Sollten Sie, um Ihr Geſchäft wieder in Flor zu bringen, mehr bedürfen, ſo haben Sie zu befehlen, es ſteht Ihnen beikommende Summe zehnfach zu Dienſten. Erkennen Sie daraus, daß Sie Ihre Gabe an jenem Sonntagmorgen keinem Un⸗ würdigen zuwendeten und daß eine gute That oft auf Erden ſchon die herrlichſten Früchte
trägt. Ihr ergebenſter Theodor Neuberg.“
Unter Thränen hatte der Geiſtliche zu Ende ge⸗ leſen. Er umarmte weinend den verklärten Eduard, welcher nur die Worte zu ſtammeln vermochte:„Ja, es lebt eine Vorſehung, eine ewige Gerech⸗ tigkeit!“


