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Nach einigen Jahren ſtarb der edle Cornelius den Tod des Weiſen. Vorher noch hatte er die Freude zu ſehen, wie die benachbarte Landſchaft ſo fröhlich emporblühte. Ungefähr ein Jahr vor ſeinem Tode legte er die Hand ſeiner Tochter Theodolinde in die ſeines edlen Pfleglings Alban.
Das glückliche Paar zog nach dem Falkenſtein und obſchon Alban jetzt mit irdiſchen Gütern hinrei⸗ chend geſegnet war, ſo ließ er ſich's doch nicht neh⸗ men, wie ehedem als kunſterfahrner Arzt ſeinen eig⸗ nen Unterthanen ein helfender Engel zu ſein.
Der Graf von Falkenſtein war nie verheirathet. Sein Hauptgeſchäft beſtand im Wohlthun, worin er nie ermüdete, um ſein früheres Leben ſo viel als möglich vergeſſen zu machen.
Er erreichte ein hohes Alter, geachtet und geliebt von Allen, die ihn kannten. Als ſeine letzte Stunde gekommen war, faltete er ergeben und fromm die Hände. Jetzt hatte er den Tod nicht mehr zu fürch⸗ ten, und fürchtete ihn auch nicht. Nur flehte er um einen ſanften Heimgang, und dieſer ward ihm.
An einem ſchönen Frühlingsabende hatte er ſich hinaustragen laſſen in den in reichſter Frühlingspracht ſtehenden Garten. Ringsumher blühete und duftete es. Die ganze Schöpfung lag im rothen Scheine des Abends. Allmälig verglommen die goldenen Kup⸗ pen der Abendberge; immer dunklere Flore ſanken hernieder. Aus der Ferne klang ſtilles Abendlauten und in dem nahen Buchenwalde ſchlug die Nachtigall. Da neigte ſich ermüdet das Haupt des Greiſes auf die Bruſt; ein ſanfter Schlummer umfing ihn, lä⸗ chelnde Traumgebilde zogen vorüber, ſein alter Vater erſchien und winkte; der Schlaf ward immer tie⸗


