Teil eines Werkes 
17. Band, Die Erbschaft in Kabul : komischer Roman : 1. Band (1854)
Entstehung
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heit zu beſchließen gernht, ihm einen Schutz⸗- und Trutzgefährten beizugeſellen; und dieſer beſtand aus Niemandem anders, als aus dem Athanaſius Lage⸗ mann, welcher ſich keine Mühe hatte verdrießen laſ⸗ ſen, dieſes Amt zu erlangen. Zwei fette Schweine, ſo groß wie kleine Ochſen, waren gefällt worden, um den Senat für das Lagemann'ſche Reiſeproject gün⸗ ſtig zu ſtimmen. Mit ihrem Blute war der Bund beſiegelt worden, welcher den Hotelier und Zeiſig auch in fernen Welttheilen vereinen ſollte. Nicht ohne Grund war der Magdeburger ſo erpicht auf Kabul. Er lebte nämlich Hanno hatte ſeine Rolle mei⸗ ſterhaft geſpielt noch immer ſtarr und ſteif in dem bezaubernden Irrthum, daß der Heldenſpieler über fünfhundert Ducaten zu disponiren habe; auch war es Lagemann gelungen, von dieſer Summe bereits einen anſehnlichen Theil ſich zu verſichern. Die Wirths⸗ hausrechnung des Künſtlers belief ſich allein auf funf⸗ zig Ducaten, der Magdeburger ſchonte trotz der Freund⸗ ſchaft keine Kreide; funfzig Stück(ſämmtlich beſchnit⸗ ten, Lagemann hatte mehre Nächte mit der Feile ge⸗ arbeitet) waren Hanno baar unter der Bedingung vom Hotelier überantwortet worden, daß er ihm da⸗ für zweihundert von der Erbſumme abtrete. Nur nach langem Widerſtreben und unter der heiligen Verſiche⸗ rung, daß ihm das Meſſer an der Kehle ſtehe(wie dem auch ſein mochte), war der Heldenſpieler zu be⸗ wegen geweſen, den wucheriſchen Accord abzuſchließen. Gleichwohl verblieben ihm nach Lagemann's Meinung noch immer zweihundert Duecaten, welche dem gelddür⸗ ſtenden Sinne des Magdeburgers gewaltig in die Au⸗ gen ſtachen, ſo daß er mit Hanno in abermalige Un⸗ terhandlung trat. Er bot noch funfzig Stück für Ueberlaſſung des geſammten Erbtheils; ob dieſes Ge⸗