Teil eines Werkes 
17. Band, Die Erbschaft in Kabul : komischer Roman : 1. Band (1854)
Entstehung
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cher die Stadt Magdeburg lag, begegnete man Lage⸗ mann, welcher ſo glücklich geweſen, des Heldenſpie⸗ lers wieder habhaft zu werden und eben bemüht war, den vermeintlichen Kabul'ſchen Erbengel, welcher große Unluſt und Widerſtreben heuchelte, mit Gewalt nach ſeinem Gaſthauſe zu fuhrwerken.

Den beiden Biedermännern blieb der Mund weit offen ſtehen, als ſie den Secretair hoch zu Wagen daher kommen ſahen. Hanno erinnerte ſich ſogleich der Vetterſchaft und grüßte ganz familiär, was Ga⸗ maliel in etwas fatal war. Er befürchtete, Victor konne argwohnen, er ſtehe mit dieſem Strohmian, deſſen comödiantenhaftes Aeußere suf keinen großen innern Gehalt ſchließen ließ, auf intimem Fuße, was keineswegs der Fall war.

Es iſt der junge Franzoſe von Friedrichshof, ſprach Lagemann, als der Wagen vorüber war,da ſieht man gleich, was eine Erbſchaft thut. Früher ſah man den ärmlichen Schreiber nicht über die Ach⸗ ſeln an und jetzt fährt man mit ihm in demſelben Wagen. O die Welt liegt im Argen, Hannv, edler Menſchenfreund, Ihr habt mir's immer nicht glauben wollen. Und dieſe Morand's hätten's wahrlich nicht nöthig, ſitzen im Golde bis über die Ohren. Pfui über ſolch eigennütziges Geſindel; da lob' ich mir den ſimpeln Bürgersmann.

Hanno, fuhr der Hotelier fort, als man bei dem Gaſthaus angelangt war,thut mir nur den Gefallen und benehmt Euch, als ob Ihr zu Hauſe wäret; Ihr würdet mich zu tief kränken, ſo Ihr die geringſten Umſtände machen wolltet. Betrachtet mein Beſitzthum wie das Eurige; unter wahren Freunden darf kein beſondres Eigenthum ſtattfinden. Das iſt mein Grundſatz von jeher geweſen. Jetzt aber wol⸗