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keit das goldne Krokodill herbeigetrieben zu ſehen. Lagemann war noch weit mehr auf den Anblick des gebenedeiten Thieres verſeſſen als ſelbſt der Actuar; denn er wollte aus der Größe deſſelben ſich einen un⸗ gefähren Ueberſchlag machen, wie viel ihm wohl die geſtohlenen Zweidritttheile in Bauſch und Bogen ab⸗ werfen könnten.
„Ihr müßt eine majeſtätiſchere Poſitur anneh⸗ men,“ raunte er Zeiſig zu, der in ziemlich verküm⸗ merter und ängſtlicher Stellung unmittelbar vor ihm ſaß,„damit Ihr einen hochweiſen Rath zu Nieder⸗ roßla keine Schande macht. Mehr die Schultern zu⸗ rück, den Rücken gerade, Bruſt heraus; ein gebieteri⸗ ſches, aber vornehm nachläſſiges Air angenommen!“
Er ſelbſt verfehlte nicht, ſeinen eigenen Rath⸗ ſchlägen auf das Genaueſte nachzukommen. Durch Strecken und Dehnen ſeiner Geſtalt, Räuſpern und Schnauben mit beiden Naſenflügeln war er bemüht, ſeine Perſönlichkeit in den Augen des Gerichtsperſo⸗ nals in denjenigen Reſpect zu ſetzen, auf welchen er als Geſandtſchaftsattaché in hohem Grade glaubte Anſpruch machen zu dürfen. Zu gleicher Zeit war er bemüht, eine möglichſt erhabene Stellung einzu⸗ nehmen, um das blecherne Niederroßlaer Stadtwap⸗ pen, welches auf ſeiner Bruſt prangte, in die gün⸗ ſtigſte Beleuchtung zu ſtellen.
Da ergriff der vorſitzende Amini Mekhemed von Neuem das Wort und ſprach:
„Laut Teſtaments des Erblaſſers iſt auch noch über ein goldnes Krokodill, ſo ſich in deſſen Hinter⸗ laſſenſchaft vorgefunden, verfügt worden. Dem Wil⸗ len des verſtorbenen Haſſan⸗ben⸗Mullah gemäß ſollte dieſes durch ſeinen Goldwerth wie durch ſeine kunſt⸗ reiche Arbeit gleich ausgezeichnete Werk einem wohl⸗


