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nach dem Lande, wo die rothe Blume des Lotos blüht; das Meer hat die ſchlanken Glieder verſchlungen, welche mich einſt umarmt; die Flamme verlangt ihr Opfer, ich kann ihr keines bringen; was ſoll ich ohne Ihn in Brama's Reich; die Schweſtern würden mit Händen zeigen auf die Ehrloſe. Ich bin nicht werth, die ſüße Luft der Heimath zu trinken. Ich will zu⸗ rück nach dem rauhen Norden und daſelbſt ruhlos beten, bis Brama mich erlöſt.“
Abdullah's Lippen zitterten vor Wuth; leiſe zog er auch ſeinen Dolch, und war im Begriff, ſich auf die ſchöne Indierin zu ſtürzen, als der rüſtige Sir John, welcher mit regem Intereſſe der Streitſcene zugeſchaut hatte, dem Wüthenden in den Rücken fiel und mit Rieſenkraft feſthielt. Vergebens rang der Türke aus Leibeskräften gegen den gewaltigen Gegner. Zu gleicher Zeit rief er ſeinen beiden Mohren zu, die Braminin mit Gewalt nach dem Oſtindienfahrer zu bringen. Sir John befahl dagegen ſeinen Ma⸗ troſen, dies zu verhindern. Endlich gelang es dem Abdullah, einen Augenblick lang die dolchbewaffnete Rechte frei zu bekommen. Sogleich ſprang ein Blut⸗ ſtrahl aus des Capitains rechtem Arme. Dies war aber zugleich das Zeichen zu Abdullah's Entwaff⸗ nung. Alles ſtürzte auf ihn und machte den Raſen⸗ den wehrlos.
Sir John erklärte jetzt, daß Milady keine Scla⸗ vin ſei und daß ihr als unabhängige Wittwe frei⸗ ſtehe, zu leben, wo es ihr beliebe. Niemand dürfe ſich an ihrer Freiheit vergreifen und ſo es die Dame wünſche, werde er ſie mit zurück nach Europa nehmen.
So wie Bohu und Tohu wahrnahmen, daß ihre Gebieterin bei den Europäern Schutz fand, erklärten ſie ſich gleichfalls in Inſurrectionszuſtand gegen Ab⸗
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