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Chef mit derſelben Geſchicklichkeit, wie er deſſen Mo⸗ narchen geſchoren hatte.
Neue geſpannte Aufmerkſamkeit, neues allgemeines Entzücken.
Nach dem Miniſterpräſidenten kam der Cultus⸗ miniſter an die Reihe. Nach dem gereinigten Cultus der Vorſteher der Rechnungskammer. So folgte ein Departementschef nach dem andern. Lagemann hatte zu thun wie ein Barbier zur Zeit der Leipziger Meſſe. Nachdem er das geſammte Miniſterium und auch bereits ein Paar geheime Räthe abbarbiert hatte und bemerkte, daß immer neue Fußfälle geſchahen und Seine Majeſtät fortwährend huldreich mit dem Kopfe nickte, ſo ward ihm die Sache nachgerade doch etwas langweilig, und er warf von Zeit zu Zeit Seiten⸗ blicke nach der Gegend des Heldenſpielers, ohne jedoch deſſelben anſichtig zu werden.
„Ich ſehe nicht ein,“ ſprach er für ſich,„warum ich allein alle Oberbehörden des ſchwarzen Königreichs raſiren ſoll, während Hanno im weichen Graſe die langen Glieder ſtreckt, faulenzt und Gott einen from⸗ men Mann ſein läßt. Er mag mich ablöſeh. Als officieller Bartabnehmer des diplomatiſchen Corps werde ich mich nicht decanailliren und auch den ſchwarzen Pöbel raſiren. Den kann der Heldenſpieler ſchinden. Gleich und gleich geſellt ſich.
„Aber ich möchte wirklich wiſſen, wo er ſteckt,“ fuhr er nach einer Pauſe fort, als er eben einen ſchwarzen Oberappellationsrath unter dem Meſſer hatte, „auf ſeinem vorigen Platze befindet er ſich nicht mehr. Wahrſcheinlich hat er ſich in's tiefe Gras ge⸗ wühlt, und vor Hunger ſo zuſammengerollt, daß man von ihm nichts gewahr wird.“
Indeß, je länger Lagemann als Bartabnehmer


