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menſchheitſchaudernden Betrug wäre mir's nicht in den Sinn gekommen, das friedliche Niederroßla zu verlaſſen, wo ich die Hoffnung hatte, mit Nächſtem Stadtverordneter zu werden.“
„Was wäret Ihr auch weiter als Stadtverord⸗ neter in Niederroßla!“ tröſtete der Heldenſpieler.
„Mehr wie Ihr, hoff' ich.“
„Das iſt immer noch nicht viel! Bedenkt, daß Alles eitel iſt. Nie war mir der Gedanke klarer als jetzt; mit meinem Carbonari, dem treuen Begleiter in Leid und Freud', hab' ich gleichſam den alten Menſchen aus und einen beſſeren angezogen.“
„Ich wünſchte es wäre früher geſchehen.“
„Es iſt immer noch Zeit, wenn es nur vor dem Tode geſchieht. Bei Euch, Lagemann, ſcheint es aber nicht der Fall.“
„Wer hätte ſich denn träumen laſſen,“ erwiederte dieſer ungehalten,„daß die Reiſe ſo ſchnell fortgehen ſollte? Ich ſtehe noch in den beſten Jahren. Kein Menſch denkt da, mit ſich abzuſchließen. Bei mir iſt es überhaupt eine etwas verwickelte Geſchichte. Ich brauche Zeit dazu.“
„Macht es kurz,“ rieth der Heldenſpieler.
„Das iſt bald geſagt. Dazu gehört vor allen Dingen Sammlung, und in meiner gegenwärtigen Stimmung—“
„Ich bin ſchnell fertig geworden,“ meinte Hanno, „meinetwegen kann's dieſe Stunde fortgehen.“
„Ich glaube, Ihr geht da zu leichtſinnig zu Werke, Euer Sündenregiſter kann das kleinſte nicht ſein.“
„Meiſt Uebereilungsfehler.“
„Zählt Ihr die Carbonarigeſchichte auch zu den Uebereilungsfehlern?“
„Warum nicht? Ein jovialer Scherz.“


