Teil eines Werkes 
16. Band, Moosrosen : Novellen und Erzählungen : 2. Band (1854)
Entstehung
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zaubernd gefunden, als dieſen Abend. Den Preis aber trugen die zwei Verſe von Heine davon:

Ein Fichtenbaum ſteht einſam Im Norden auf kalter Höh'; Ihn ſchläfert mit weißer Decke Umhüllen ihn Eis und Schnee.

Er träumt von einer Palme, Die fern im Morgenland Einſam und ſchweigend trauert Auf brennender Felſenwand.

Das iſt in der That das Lied aller Lieder, rief Eginhard begeiſtert,und wenn der göttliche Heine keine Silbe weiter geſchrieben hätte, als dieſe acht Zeilen, wär' er darum einer der größten Dichter.

Auch Kotzebue's ſchönes Geſellſchaftslied:Es kann ja nicht immer ſo bleiben ꝛc. ward im Chore geſungen.

Ich kann's dem fantaſtiſchen, exaltirten Sand mein Lebelang nicht vergeſſen, ſprach Eginhard, als man zu Ende war,daß er den guten Kotzebue todt⸗ geſtochen hat; ſei es auch nur des herrlichen Liedes wegen, das wir ſo eben geſungen haben. Ich mag den Kotzebue nicht in allen Dingen in Schutz neh⸗ men, aber wer ein ſolches Lied dichten konnte, iſt ſicher kein böſer Menſch geweſen. Ich laſſe mir das nicht nehmen.

Auch Wertheim ſtimmte ihm hierin bei.

Es war der unluſtigſte Streich, fuhr erſterer fort,unſern beſten Luſtſpieldichter todt zu ſtechen; und ich kann dem todten Etatsrath nicht gram ſein, was man ihm auch Alles hat zur Laſt gelegt. Ich ver⸗ danke ihm mein Lebelang zu viel heitre Stunden und frohe Theaterabende. Wenn er ja den Tod ver⸗

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