Marie und Pauline waren von einem Spazier⸗ gange in die Walderdbeeren zurückgekehrt.
„Sieh' mal die ſchönen Beeren, Mutter,“ rief Pauline, ihr Körbchen hinhaltend,„die ſollen uns ſchmecken zur Abendmahlzeit.“
„Und immer noch keine Nachricht von den Akade⸗ mikern?“ brummte der Vater.
„Wir haben uns die Augen ausgeguckt, die Straße entlang,“ ſprach Marie.
„Begreife nicht, wo ſie bleiben,“ murrte Wert⸗ heim,„der Frühling iſt ſo ſchön, daß es, weiß Gott, um jede Stunde Schade iſt.“
„Geduld, Väterchen,“ ſprach Pauline,„ich will den Herren ſchon den Text leſen.“
„Der Hans iſt doch ſo ein Stück Poet,“ fuhr der Alte fort,„und die ſind auf den Frühling in der Regel verſeſſen.“
„Da macht er wohl Gedichte?“ fragte Pauline.
„Sehr ſchöne,“ ſprach die Mutter,„ich beſitze ſelbſt einige.“
„O die mußt Du uns zeigen,“ riefen die beiden Mädchen.
„Iſt ja ein wahres Genie,“ fügte Pauline hinzu.
„Ja wohl, ein Herzensjunge iſt es,“ erwiederte der Vater.„Nur eins will mir nicht an ihm gefallen. Er giebt auf Napoleon nichts.“
„Auf unſern Liebling!“ rief eifrig Pauline,„nun das wollen wir doch ſehen.“
„Wirſt ihn auch nicht bekehren,“ ſprach der Vater.
„Dir zu Liebe, Väterchen, wird er den Kaiſer ſchon anerkennen,“ tröſtete Marie.
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