Teil eines Werkes 
15. Band, Elba und Waterloo : historischer Roman : (Fortsetzung von "1813" von demselben Verfasser) : 3. Band (1854)
Entstehung
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Und wie hat man mich behandelt, ſeit ich auf dieſem Felſen bin? Es giebt keine Unwürdigkeit, die man nicht an mir zu erſchöpfen ſich ein Vergnügen gemacht hätte. Die einfachſten Familienverbindungen, die man ſonſt keinem Menſchen verſagt, ſind mir verweigert worden. Meine Frau, mein Sohn leben nicht mehr für mich. So hat man mich ſechs Jahre lang auf die Folter des Geheimniſſes geſpannt.

Auf dieſer unwirthbaren Inſel hat man mir den unbewohnbarſten Ort zum Aufenthalte angewieſen, den Ort, wo das mörderiſche Klima der Tropenlän⸗ der ſeinen größten Einfluß ausübt. Man hat mich zwiſchen vier Wände geſperrt, der ich gewohnt war, Europa zu Pferde zu durchwandern. Die britiſche Regierung hat mich langſam und mit Vorbedacht er⸗ mordet und der ſchändliche Hudſon Lowe iſt ihr Scharfrichter geweſen.

Dieſe Regierung wird enden wie die ſtolze Re⸗ publik Venedig. Was mich betrifft, der ich auf die⸗ ſem ſchrecklichen Felſen, der Meinigen beraubt und an allen Mangel leidend, ſterbe, vermache ich die Schande meines Todes dem regierenden Hauſe von England.

Alſo lautet das teſtamentariſche Manifeſt Napoleon's!.

Ruffus ſchwieg. Die andächtigſte Stille hatte ſich des kleinen Zuhörerkreiſes bemächtigt. Nach einer Pauſe fuhr er fort:

Am' achtundzwanzigſten April beauftragte der Kaiſer ſeinen Arzt Antvmarchi, die Beſchauung ſeines Körpers nach ſeinem Tode vörzunehmen, die Beobach⸗ tungen ſeinem Sohne mitzutheilen und ſein Herz Ma⸗ rien Louiſen zu überbringen.

Wenn ich todt bin, ſagte er,werden Sie ſich