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heiligen. Und hier bedauert vielleicht der Geſchicht⸗ ſchreiber, daß ein ſolcher Ehrgeiz nicht befriedigt und ein ſo erhabenes Ziel nicht erreicht ward.— Da hat man in wenigen Worten meine ganze Geſchichte.“ „Am funfzehnten April ſchloß ſich Napoleon mit
Montholon und Marchand, ſeinem erſten Kammerdiener, ein. Er errichtete ſein Teſtament, worin er Niemand vergaß, weder diejenigen, welche ihm gefolgt waren, noch diejenigen, welche er in Frankreich gelaſſen, noch diejenigen, welche ſeit langer Zeit geſtorben, noch auch die Schlechten, welche ihn verrathen hatten. Dieſes köſtliche Verzeichniß der dankbaren Geſinnungen Napoleon's ſteigt aus dem Gefängniſſe zu Longwood bis in ſeine Jugend hinauf. Den letzten Augenblicken nahe, denkt er noch an die Kinder des General Dütheil, der ſeit ſeinem Eintritt in die militairiſche Laufbahn Sorge für ihn getragen hat; an den Sohn des uner⸗ ſchrockenen Dugomier, ſeines Freundes und des Er⸗ ſten, welcher den künftigen Beherrſcher Europa's in dem jungen Artillerie⸗Commandanten ahnete. Unter den Empfängern von Legaten ſind weder die Soldaten der Inſel Elba, noch die Verwundeten von Waterloo, noch die Geächteten von 1815, noch die alten Freunde und trenen Diener vergeſſen. Seine theure Stadt Brienne, wo er die erſten Knabenträume träumte, und acht Provinzen Frankreichs haben Theil an der Freigebig⸗ keit dieſes zweiten Cäſars, der nicht weniger dankbar, nicht weniger edelmüthig als der erſte war.
„Sein innigſter Wunſch war, daß ſeine Aſche an den Ufern der Seine ruhen möge, mitten unter dem franzöſiſchen Volke, das er ſo ſehr geliebt hat.
„Wenn ich todt bin,“ ſprach der Kaiſer zu den Getreuen, die ſein Schmerzenslager umſtanden,„wer⸗ det Ihr Alle das ſüße Glück haben, nach Europa zu⸗ 13*


