Teil eines Werkes 
15. Band, Elba und Waterloo : historischer Roman : (Fortsetzung von "1813" von demselben Verfasser) : 3. Band (1854)
Entstehung
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Sofort ertheilt Napolevn dem General Milhaud Befehl, mit ſeinen Curaſſieren der Infanterie zu Hülfe zu eilen. Die Milhaud'ſchen Schwadronen beſtehen aus lauter ſchlachtergrauten Veteranen; ihre Geſichter ſind gebräunt von der Sonne Hispaniens. Wie eine Schaar gereizter Löwen wirft ſich dieſe erleſene Ca⸗ vallerie auf die engliſchen Reiter. Dieſe können einer ſo furchtbaren Charge nicht widerſtehen; ſie werden geworfen, zerſprengt, zuſammen gehauen und die Ka⸗ nonen zurück erobert.

Immer mehr Zerſtörungsmittel des Schlachten⸗ gottes werden jetzt von beiden Seiten losgelaſſen. Wüthende Cavallerie- und Infanterieangriffe folgen ununterbrochen auf einander. Fortwährend würgt das verheerendſte Kanonen- und Kleingewehrfeuer in bei⸗ den Linien. Dunkle Dampfwolken haben meilenweit das Land bedeckt, darin nichts als flammende Blitze, brennende Dörfer, ununterbrochener, zermalmender Donner der Batterien; die Erde dröhnt unter dem Sturmſchritt der Heere und dem furchtbaren Anpraſ⸗ ſeln der Cavalleriebrigaden. Es iſt eine der wildeſten verheerendſten Schlachten, die je geſchlagen wurden.

Nach dreiſtündigem beiſpielloſen Kampfe wird der Hof von la Haye Sainte, der Stützpunkt des linken engliſchen Flügels, trotz des außerordentlichſten, ver⸗ zweifeltſten Widerſtandes der daſelbſt poſtirten ſchot⸗ tiſchen Regimenter, von der franzöſiſchen Infanterie gewonnen und behauptet. Wieder gehen zwei engli⸗ ſche Diviſionen total zu Grunde und ihr Anführer Pickon bleibt auf dem Platze.

Es iſt vier Uhr. Noch immer iſt Grouchy nicht

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erſchienen. Die Kanonade zwiſchen dem General Bü⸗

low und dem Grafen Lobau hat bereits ſeit einer Stunde begonnen. Plötzlich bemerkt der franzöſiſche