Das Fahrzeug ward von den ſturmgepeitſchten Wellen bald auf die Höhe eines Waſſerberges, bald wieder in ein Fluthengrab geworfen. Von Zeit zu Zeit ſchlug eine Welle über Bord und füllte die obern Räume der Schaluppe mit Waſſer, welches durch fleißi⸗ ges Pumpen und Schöpfen indeß bald wieder entfernt wurde.
Eugen, einer ſolchen Meerfahrt noch ungewohnt, mußte ſich mit beiden Händen an die eine Kajüten⸗ wand klammern, um nicht von einer Seite zur andern geworfen zu werden. Der Leuchtthurm, der noch deut⸗ lich zu ſehen war, ſchien wie ein Irrlicht auf⸗ und abzutanzen.
Nach einer guten Viertelſtunde war die Schaluppe, auf welcher ſich Eugen befand, dem hülferufenden Schiffe bereits ſo nahe gekommen, daß man ſich trotz des Sturmes des Sprachrohrs bedienen konnte.
Auf die Anfrage, die von der Schaluppe aus er⸗ folgte, tönte es zurück:„Wir kommen von Livorno, haben Paſſagiere für Elba am Bord und ſind leck ge⸗ worden an einer Klippe des Südcap. Das Waſſer ſteht bereits fünf Fuß hoch im Raume.“
„Alle Wetter,“ brummte der Hochbvotsmann, der mit ſichrer kräftiger Hand das Steuerruder führte, „da iſt's blos eine Spanne bis zum Salzbade. Friſch auf, Jungens, die Knochen gerührt, in zehn Minu⸗ ten müſſen wir anlegen, oder die armen Teufel ſou⸗ piren heut' im Meeresgrunde anſtatt in Porto Ferrajo.“
Durch den Aufruf des Hochbvotsmannes von Neuem befeuert, griffen die Ruderer mit verdoppelter Anſtren⸗ gung in die Wellen, daß das Fahrzeug wie ein Blitz dahin fuhr und die Lichter des leck gewordenen Schiffes bald ſichtbar wurden.
„„Alle Teufel,“ fluchte von Neuem der Hochbvots⸗


