Erſtes Rapitel.
Es iſt in der Nacht vom dritten zum vierten April; Napoleon wacht noch in ſeinem Cabinet und entwirft den kühnen Plan eines Sturmes auf Paris. Noch iſt Nichts verloren, wenn dieſes Unternehmen, wie alle Wahrſcheinlichkeit hoffen läßt, gelingt.
Napoleon hegt die gerechte Hoffnung, daß der Donner ſeiner Kanonen den durch den Einzug der Verbündeten verletzten Nationalſtolz auf's Neue bele⸗ ben wird. Der Feind iſt ermüdet, er hat zwölftau⸗ ſend Mann beim Sturm auf Paris verloren. Seit Kurzem ruht er aus in der Sicherheit des Erfolges; ſeine Generäle ſind in den Paläſten zerſtreut, ſeine Soldaten verlieren ſich in dem Labyrinthe der Stra⸗ ßen. Wenn Napoleon an der Spitze ſeiner Funfzig⸗ tauſend mit der gewohnten Blitzesſchnelle hereinbricht, wenn ſich durch ſeine Gegenwart begeiſtert, die Acht⸗ malhunderttauſend der Hauptſtadt erheben, ſo findet der Fremdling ſein Grab, aber Paris kann darüber zu Grunde gehen.
Der Kaiſer überdenkt dieſe außerordentliche Ope⸗ ration in ihren Richtungen; er erwägt die unermeß⸗ lichen Reſultate, die daraus hervorgehen können; da


