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Franken, einen Verluſt von Geld erlitt, der mir die Wahl ließ, in's Gefängniß zu wandern, oder mich an einen Freund zu wenden. Wo ſollte ich aber die⸗ ſen finden? Nach mehren unruhvollen Tagen und ſchlafloſen Nächten ſagte ich mir, daß in Paris nur Einer lebe, dem ich meine Verlegenheit entdecken könnte und dies war mein Feind— der Kaiſer. Ich ſchrieb ihm frei und unverholen meine Lage. Napo⸗ leon las und wurde gerührt. Er war der Mann, mich zu verſtehen. Deſſelben Tages ſprach er mit dem Herzoge von Baſſano über die Sache.“
„Carnot darf,“ waren ſeine Worte,„keinen Au⸗ genblick länger in Unruhe bleiben, aber ich wage nicht, ihm Geld anzubieten. Statten Sie mir auf der Stelle einen Bericht ab, in dem Sie mir vorſchlagen, an all die verfloſſenen Jahre zu denken, ſeit Carnot Generallieutnant iſt und ſtellen Sie ihm das Patent darüber vor der Bildung des Kaiſerreichs ans. Auch fertigen Sie das Patent einer Penſion von zwölf⸗ tauſend Franken, wovon der Rückſtand ihm auf gleiche Weiſe berechnet wird und er ſoll eine Senatorſtelle erhalten. Auf dieſe Weiſe iſt er blos dem Vater⸗ lande verpflichtet, von dem ich nur das Organ bin. Will er ſich dankbar bezeigen, ſo kann er es wenig⸗ ſtens ungezwungen und freiwillig.“
„So ward ich,“ fuhr der Erzähler fort,„in den Stand geſetzt, meine Verpflichtungen zu erfüllen, ohne das drückende Gefühl einer empfangenen Wohlthat zu empfinden. Freilich verſtehen nicht alle Leute, auf dieſe Art Jemanden aus Verlegenheiten zu ziehen.“
„Und ſolchen Mann könnte Frankreich gegen die Bourbons eintauſchen,“ rief Eugen,„gegen die Bour⸗ bons, die ſeit zwanzig Jahren in den Lägern unſrer Feinde leben?“


