Teil eines Werkes 
12. Band, 1813 : historischer Roman : 3. Theil (1854)
Entstehung
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Stille herrſcht im kaiſerlichen Hauptquartiere. Der Großſtallmeiſter fragt, wenn der Mond aufgehe. Endlich tritt dieſer aus zerriſſenen Wolkew hervor, das uner⸗ meßliche Schlachtfeld geiſterhaft beleuchtend.

Equipagen und Pulverwagen ſchlagen bereits die Straße nach Frankreich ein. Hier und da werden leere Wagen, die man nicht mitnehmen kann, ver⸗ brannt. In vielen befinden ſich noch Pulvervorräthe. Die hieraus entſtehenden Epploſionen halten das ganze Lager wach.

Es iſt Nachts ein Uhr. Da verläßt der Kaiſer ſein Bivouak und ſchlägt die Richtung gen Leipzig ein. Bei dem Punkte, wo ſich die beiden Straßen von Grimma und Borna vereinigen, recognoseirt er die Hochebene, welche das Centrum der neuen Stellung bilden ſoll. Aber die Dunkelheit macht faſt jede Umſicht unmöglich.

Der Kaiſer läßt ſich hierauf in das Hauptquar⸗ tier des Fürſten von der Moskwa führen. Dieſer wird geweckt und erhält ſeine Befehle für den näch⸗ ſten Tag. Von hier aus ſetzt Napoleon ſeinen Weg fort nach Lindenau, wo er dem General Bertrand be⸗ fiehlt, ſich ohne Zeitverluſt der Schluchten der Saale zu bemeiſtern.

Endlich acht Uhr des Morgens kommt der Kaiſer nach Stötteritz, wohin ſein Hauptquärtier während der Nacht verlegt worden iſt, zurück. Er iſt kaum abgeſtiegen, als die Kanonen Schwarzenberg's ihr Donnern beginnen. Sogleich ſchwingt er ſich wieder auf ſein Schlachtroß und reitet, von ſeinem ganzen Generalſtabe begleitet, nach der Anhöhe des Thon⸗ bergs, von wo aus er die beginnende Schlacht leitet.

Von allen Seiten dringen die Verbündeten, durch die Ankunft neuer Armeen um ein Dritttheil verſtärkt, mit Allgewalt vor.