Teil eines Werkes 
12. Band, 1813 : historischer Roman : 3. Theil (1854)
Entstehung
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Jahre halten, wie die ſeligen Trojaner. Viele Leute haben jetzt ſchon weder zu brocken uoch zu beißen.“ „Es geht zu Ende mit der Fremdherrſchaft,“ ſprach Ruffus;„und ſeit mein guter Jerome gefallen, hab' ich ſelbſt Luſt, mit d'reinzuſchlagen, daß einmal Luft werde. Es iſt ein Jammer, dieſen Zuſtand mit an⸗ zuſehn. Die Franzoſen können in Feindeslanden nicht ſchlimmer hauſen als in und um Dresden. Das ganze linke und rechte Elbufer iſt verwüſtet. Ganze Dörfer ſtehen verödet. Die ländlichen Wohnungen ohne Dach, ohne Hausrath und Thüren. Die letzten Ueberreſte der Ernte ſind Beute einer hungernden und durch die Noth verwilderten Soldateska geworden. Ich ſah dieſe Tage, wie franzöſiſche Soldaten das rohe Kraut und die rohen Kartoffeln vom Felde weg verzehrten, ohne ſich die Mühe zu nehmen, dieſe Früchte zu kochen.“ „Zudem geht man jetzt,“ erzählte Hoffmann,„bei der Plünderung ordentlich ſyſtematiſch und mit wahrer Euergie zu Werke. Die plündernden Schaaren durch⸗ ſtreifen die Gegend, unter Anleitung der Landkarte, mit Kanonen und Cavallerie. Natürlich in der näch⸗ ſten Umgebung iſt nichts mehr zu finden. Es iſt kaum glaubbar; aber auf dem Neuſtädter Kirchhofe haben ſie nicht nur alle Kreuze verbrannt, ſie ſind in die Grüfte hinabgeſtiegen, haben die Leichen aus den Sär⸗ gen geworfen und dieſe zu Wachtfeuern verbraucht, erſteren die halbvermoderten Kleidungsſtücke ausgezogen und zum Verkauf ausgeboten. Den Franzoſen mag es übrigens doch klar werden, daß es mit ihrem Regi⸗ mente zu Ende geht. Es ſind nicht mehr die über⸗ müthigen Leute von Jena; nur zügelloſer ſind ſie ge⸗ worden, mögen von keiner Disciplin und Subordina⸗ tion viel wiſſen. Wenn dieſer Zuſtand noch längere Zeit fortdauert, wird dieſe ganze franzöſiſche Armee