159
Jerome fuhr fort:„Man ſchickt in aller Eile Ordonnanzoffiziere an den Herzog von Raguſa, wel⸗ cher hinter Lützen zurück iſt, ſeinen Marſch zu be⸗ ſchleunigen und querfeldein gegen den Feind zu rücken. Er ſoll den rechten Flügel bilden.
„Mit derſelben Schnelligkeit wird General Ber⸗ trand, der noch weiter zurück, benachrichtigt, den Herzog von Raguſa zu unterſtützen.
„Alle Truppen aber, welche in Colonnen auf der Straße von Leipzig ſind, machen zwiſchen Lützen und Markranſtädt Halt, ſchließen ſich aneinander, machen eine halbe Schwenkung rechts und entwickeln ſogleich ihre Linie in der Ebene. Die meiſtentheils aus jun⸗ gen Soldaten beſtehende Armee führt dieſes große Manöver mit bewunderungswürdiger Haltung aus.
„Während ſo die Armee im Sturmſchritt dem Fürſten von der Moskwa zu Hülfe eilt, ſprengt der Kaiſer voran und begibt ſich verſonlich an die Stelle, wo der Kanonendonner ruft.
„Daß die verbündete Armee ſo unerwartet uns in die Flanke fiel, erklärt ſich daraus: Während die geſammte franzöſiſche Streitmacht die Straße nach Leipzig eingeſchlagen hatte, waren die Verbündeten auf der geraden Straße von Dresden nach Jena über Altenburg vorgedrungen. Miloradowitſch war an der Spitze und befand ſich bereits zwiſchen Altenburg und Gera. Blücher mit ſeinen Preußen, den Garden und andern Kerntruppen zog in der Mitte, und Torma⸗ ſow bildete die Arrieregarde.
„Die Verbündeten vermutheten Napoleon noch in Erfurt. Man glaubte noch zu gehöriger Zeit auf die Ebene von Jena vorrücken zu können, um die alte Schmach zu rächen. Das Treffen bei Weißenfels hatte ihnen aber bald den wahren Zuſtand


