Teil eines Werkes 
11. Band, 1813 : historischer Roman : 2. Theil (1854) Achtzehnhundertdreizehn
Entstehung
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Verſtärkungen. Es entwickelt ſich eine zahlreiche Ca⸗ vallerie und ſeine Artillerie zählt über zwanzig Ka⸗ nonen.

„Die Kanonade beginnt von Neuem. Endlich muß ſich der Feind zurückziehen. Die franzöſiſche Armee folgt auf der Straße von Lützen.

„Das kaiſerliche Hauptquartier befindet ſich auf dem Amthauſe von Lützen. Grenadiere der alten Garde, welche den Winterfeldzug mitgemacht haben, find von der Armee des Prinzen Eugen angelangt. Sie beſetzen ſogleich die Ehrenpoſten beim kaiſerlichen Hauptquartier.

„Die junge Garde bivouakirt vorwärts auf der Straße von Leipzig. Sie umgiebt die Pyramide Guſtav Adolph's. Man ſtellt Wachen aus, um die Bäume, welche das alte Denkmal beſchatten, vor dem Beile der Sappeurs zu ſchützen.

„Marſchall Ney vertheilt ſeine Armee in den Dör⸗ fern zwiſchen Lützen und Pegau. Sie heißen Rahna, Kaya, Groß⸗ und Klein⸗Görſchen. Der Augenblick ihrer Zerſtörung iſt gekommen.

„Am 2. Mai war die Armee aufgebrochen, um nach Leipzig zu gelangen. General Lauriſton iſt auf der Straße von Merſeburg vorangezogen. Er langt Morgens neun Uhr bei Lindenau an, wo er Wider⸗ ſtand findet und den Uebergang über die Elſter und Pleiße mit Kanonen vorbereitet.

„Um zehn Uhr war die Straße von Weißenfels bis Lindenau mit der franzöſiſchen Armee bedeckt, welche eine lange Reihe von Truppen, Artillerie, Equipagen, mit einem Worte alle Verwirrung einer im Marſch begriffenen Armee darbietet.

„Die rechte Flanke dieſer endloſen Colonne blieb auf der Höhe von Lützen durch die Armee des Für⸗