Teil eines Werkes 
11. Band, 1813 : historischer Roman : 2. Theil (1854) Achtzehnhundertdreizehn
Entstehung
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Intimus des franzöſiſchen Geſandten und liirt mit Frau von Sternburg. Da haſt Du den ganzen Zu⸗ ſammenhang. Wenn Du weniger eigenſinnig über die deutſchen Freiheitsangelegenheiten dächteſt, würde ich Dir unmaßgeblich die franzöſiſch diplomatiſche Carriere anrathen. Du haſt mehr Glück als Verſtand. Auf dieſem neuen Terrain kannſt Du mehr wagen. Eine hübſche intriguante Frau und den Freund eines künftigen Miniſters auf der Seite, mit dieſen Streit⸗ kräften iſt etwas zu machen.“

Reinhold, der unentſchloſſen im Zimmer auf⸗ und abgegangen war und auf des Freundes Rede wenig gehört hatte, blieb jetzt ſtehen.

„Aber ich kann doch,“ frug er,„bei einem er⸗ klärten Feinde und Unterdrücker meines Vaterlandes unmöglich zu Abend eſſen?“

„Zu Abend oder zu Mittag oder zum Frühſtück, das iſt einerlei,“ meinte Ruffus,„und ich frage, warum nicht?“

„Aber mein Bruder, unſere Freunde, was ſollen die denken?“

„Mögen ſie denken,“ lachte Ruffus,„ſie denken ſo nicht viel.“

„Freund, laß den Scherz,“ bat Reinhold,„räthſt Du mir die Einladung anzunehmen, da ich außer der politiſchen Antipathie keinen Grund habe, ſie auszu⸗ ſchlagen, und privatim Herrn von Ferrier, mag er mit der Ladung eine Abſicht verbinden, welche er will, was die conventionellen Formen der Artigkeit betrifft, nicht verletzen möchte.“

„Nun,“ ſprach Ruffus,„wenn Du einigermaßen den Kopf zuſammennimmſt und nicht zu tief in die franzöſiſchen Gläſer guckſt, könnteſt Du vielleicht Dei⸗ nen geſtrigen Schwabenſtreich wieder gut machen. Aus⸗