Teil eines Werkes 
11. Band, 1813 : historischer Roman : 2. Theil (1854) Achtzehnhundertdreizehn
Entstehung
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hier, Verſchwörungen ausheckend; alle Stunden in Ge⸗ fahr, arretirt und den andern Morgen erſchoſſen zu werden. Bedenkt doch, Liebe und Getreue, in drei Teufels Namen, daß Ihr auf der einen Seite den Napoleon habt und ſeine Polizei, die beiderſeits kei⸗ nen Spaß verſtehen, und auf der andern deutſche Philiſter, die ſich wieder auf keine Verſchwörungen verſtehen, derlei Sachen perplex genug anfangen, und in der Regel, wenn der liebe Gott kommt und den Schaden beſieht, das Kind mit dem Bade verſchütten.

Wir haben es mit der deutſchen Jugend zu thun und mit keinen Philiſtern, belehrte Reinhold in et⸗ was empfindlichem Tone.

Mein Gott, eiferte Ruffus ärgerlich,als ob die deutſche Jugend kein deutſcher Philiſter wäre; nur etwas jünger und darum weniger zurechnungsfähig iſt er. Aber kommt denn der Sohn Hochaſiens nicht wieder zum Vorſchein? Nein, er iſt verſchwunden und Alles ausgeſtorben.

Nachdem Ruffus mit ſeinem ſcharfen Auge die Gegend durchſpäht, mahnte er zum Aufbruch.

Hier iſt vor der Hand Nichts zu erholen, ſprach er,ich dächte, wir tränken ein Fläſchchen Reibers⸗ dorfer bei Lotzmann's, dann kehren wir zur Stadt zu⸗ rück. Die Koſaken werden wir noch Zeit genug und in Auswahl zu ſehen bekommen.

Die Freunde willigten ein. Man ſpazierte die Königsbrücker Straße zurück. Auf Schönbrunnen war noch viel Leben. Große Haufen Neugieriger ſtanden vor der Hausthür und ſchauten nach dem Walde. In der Schenk⸗ und Billardſtube war es gedrängt voll, daß das Kleeblatt kaum an einem Tiſche in der Ecke Platz finden konnte.