Teil eines Werkes 
10. Band, 1813 : historischer Roman : 1. Theil (1853) Achtzehnhundertdreizehn
Entstehung
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Er wandte ſich zu Maret:

Montalivet, frug er,iſt er zugegen?

Er wartet auf die Befehle Ew. Majeſtät.

Napoleon winkte und in der nächſten Minute trat der Miniſter des Innern, Graf Montalivet, in's Zimmer.

Wie? rief der Kaiſer dem Eingetretenen ent⸗ gegen,unſere Bevölkerung, unſer Ackerbau, unſer Handel ſollte nicht zugenommen haben? Hab' ich nicht dreißig Millionen für die Brücken, funfzig für die Kanäle, dreihundert für die Straßen und hundert Millivnen für die Seehäfen verwandt? Ueberall gilt in Handelsſachen Ein Geſetz. Ueberall herrſcht glei⸗ ches Gewicht, gleiches Maaß, gleiche Münze, gleiche Freiheit, gleicher Schutz. Von Bayonne bis Ham⸗ burg, von Rom bis Breſt kreiſen die Frachtwagen auf das Bequemſte. Amſterdam und Marſeille cvm⸗ munieiren durch Kanäle. Die Noth hat unſere mechaniſchen und chemiſchen Künſte vervollkommnet. Europa iſt nahe daran, fremde Welttheile zu entbeh⸗ ren. Schon liefert uns die Runkelrübe ſo viel Zucker, daß wir von einem Tribute von hundert Millionen an das Ausland befreit ſind. Ueber hundert Mil⸗ lionen habe ich zur Verſchönerung von Paris ver⸗ wandt. Das Lvuvre und Verſailles ſind aus ihren Trümmern erſtanden. Für den Glanz meines Throns haben anderthalb Milliouen nicht ausgereicht, ohne daß dieſer Aufwand dem Staate einen Franken ge⸗ koſtet hat. Die beſondern Fonds der Krone waren hinreichend.

Unter ſolchen Umſtänden, fuhr der Kaiſer fort, kann die Lage unſrer Finanzen nicht unbefriedigend ſein. Wie ſteht es mit ihr?

Der Graf Mols, Miniſter der Finanzen, ward berufen und erſtattete Bericht.