Teil eines Werkes 
10. Band, 1813 : historischer Roman : 1. Theil (1853) Achtzehnhundertdreizehn
Entstehung
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Timoleon hatte dem Ringen und Kämpfen von oben herab ganz ruhig zugeſchaut.

„Es gibt eine Vorſehung, eine Tugend,“ ſprach er, als es ſtiller geworden war; ſchlug das Fenſter zu und verſchwand.

Dreizehntes Rapitel. D

Die Dämmerung brach herein; Eugen ging in hal⸗ ber Verzweiflung auf und nieder. Henriette ſaß am Fenſter, hatte die Hände gefaltet und blickte ängſtlich nach dem Couſin.

„Gibt es denn kein Mittel mehr,“ frug dieſe endlich,„ihn zu retten?“

„Keins,“ antwortete im dumpfen Schmerze der Jüngling,„er hat an Gerichtsperſonen freventlich Hand gelegt; das bringt ihm den Tod, zumal jetzt, wo in dergleichen Angelegenheiten keine Gnade gege⸗ ben wird.“

„Die arme Victorine!“ wehklagte Henriette.

„Weiß ſie bereits die Gefangennehmung?“ frug Eugen.

„Ja wohl, die Unvorſichtigkeit Sophien's hat Alles verrathen.“

„Sie war wohl außer ſich?“

„Das nicht,“ erwiederte das Mädchen,„im Gegen⸗ theil recht gefaßt, mich hatte die Nachricht weit mehr ergriffen; aber im Innern blutet die Arme gewiß um ſo ſchrecklicher.“