Teil eines Werkes 
10. Band, 1813 : historischer Roman : 1. Theil (1853) Achtzehnhundertdreizehn
Entstehung
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Leon und Franzesco vernahmen mit geheimem Gaudium die Eppectorationen dieſes eiſernen Napo⸗ leonsfeindes. Sie ſtimmten ihm aus ganzem Herzen bei. Nur konnte ſich Leon noch immer nicht von ei⸗ ner wahrhaft in Betracht kommenden Macht der Re⸗ publikaner überzeugen. Er lenkte nach einigen Um⸗ ſchweifen das Geſpräch auf dieſen Punkt. Timoleon winkte. Einer der Anweſenden brachte einen ziemlich dickleibigen Folianten herbei.

Das iſt Alles, ſprach der Waffenſchmied mit bitterm Lächeln,was uns von dreißig Millionen übrig geblieben. Hätten die Triumvirn noch eine halbe Million Verrätherköpfe heruntergeſchlagen, wie ſie Willens waren, würden die Uebrigen wenigſtens Reſpect bekommen, und die Fröſche des Sumpfs ihr Quaken eingeſtellt haben. Er ſchlug ingrimmig ein Blatt nach dem andern um. Ueberall waren lange Colonnen Namen zu leſen.Wer weiß in dieſem Augenblicke, ob nicht auch hierunter Verräther und Feiglinge ſtecken? Ich bürge höchſtens für die erſten zehn Seiten. Das iſt ächter Ausbruch von 93, die haben alle unter Henriot gefochten und würden ſich lieber köpfen laſſen, als den Corſen anerkennen. Sie wohnen meiſt in Paris, ſind gut bewaffnet, und geht der Teufel los, ſind ſie wohl im Stande, die corſiſche Garniſon zum Kuckuck zu jagen, nota bene wenn die Zeit gekommen iſt, denn wir haben uns ſo oft mit unſerm Vorwitze die Naſe verbrannt, daß wir doch mit der Zeit ein wenig verſtändiger geworden ſind.

Nun dieſe Zeit dürfte gekommen ſein, brach hier Leon los,die Armee des Tyrannen iſt durch des Himmels Zorn vernichtet und er ſelbſt ſteckt tau⸗ ſend Meilen fern von Paris im nordiſchen Eiſe.

Tauſend Meilen? frug Timoleon,iſt möglich;