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könnte;“ fuhr der Schwarze fort,„um den geſtrengen Herrn Bürgermeiſter einen Begriff meiner ſchwachen Kunſt zu veranſchaulichen.“
„Mir auch,“ ſprach Herr Sebaſtian.
„Zumal da ſich das Kunſtſtück des Wurſtmachens,“ fuhr der Künſtler fort,„mehr für einen kleinern ge⸗ wähltern Zirkel eignet.“
„Ja wohl,“ geſtand der Bürgermeiſter,„wir ſind hier ganz entre nous; Safian, Du brauchſt Dich nicht im Geringſten zu geniren. Schamhaftigkeit wäre hier am ganz unpaſſenden Orte. Ich kann mir un⸗ gefähr denken, wie Dein Bauch ausſieht; und vor dem Herrn Mohren von Venedig brauchſt Du Dich gleich gar nicht zu geniren. Der drückt gern ein Auge zu, wenn es zu Verherrlichung der Expropriations⸗ Kaleidopſie geſchieht.“
Aber Safian hielt ſeinen Bauch mit beiden Hän⸗ den umklammert.
„Und wenn mich der geſtrenge Herr Bürgermei⸗ ſter vier Wochen lang bei Waſſer und Brot in den Thurm ſperren, an meinen Bauch laß ich mit dem ſcharfen Meſſer nicht kommen. Wie leicht kann bei den orientaliſchen mohrentaliſchen Faxen das Ding ab⸗ rutſchen, und der Schaden iſt da.“
„Freilich,“ höhnte der Mohr von Venedig,„wenn der Giaur aus Haſenherzigkeit das ausgezeichnete Ex⸗ veriment, welches ſich der Zufriedenheit des Herrn Bürgermeiſters gewiß erfreuen würde(hier nickte Sebaſtian beiſtimmend mit dem Kopfe), an ſeinem Wanſte nicht will vornehmen laſſen, kann ich nicht dafür.“
Safian, der ſich wegen der Haſenherzigkeit in ſei⸗ ner Würde als Rathsfrohn beleidigt fand, wurde jetzt grob.
Stolle, ſämmtl. Schriften. IX.
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