anvertraute Kaſſe angegriffen hatte.
Obgleich der Inſpector Sonnenſchmidt die dem Wildſchützen Feurich gezahlten fünfhundert Thaler noch lange nicht verſchmerzt und wiederholt geſchwo⸗ ren, mit Langſchädeln nie wieder in Geſellſchaft zu kommen, ſo hatte er doch die Einladung des gefürch⸗ teten Hofcommiſſairs nicht ausgeſchlagen und war zu Kappler's Hochzeit erſchienen. Der gute Wein übte bald ſeine wohlthätige Macht; der Inſpector vergaß auf kurze Zeit den erlittenen Verluſt und tanzte zu nicht geringer Ergötzlichkeit des Hochzeitausrichters nicht nur die Polonaiſe, ſondern trotz ſeiner ſchwer⸗ fälligen Corpulenz ſogar einige Walzer.
Den Hofcommiſſair ſelbſt aber hat man lange nicht ſo vergnügt geſehen, als bei dieſem Hochzeitfeſte des ehrlichen Kappler.
Pierzehntes Rapitel. Was aus den vier Pickwickiern endlich geworden.
Mehrere Jahre waren dahingegangen. Carl Willer war nach glänzend beſtandenem Univerſitäts⸗ und Staatsexamen als Advocat in's bürgerliche Leben ge⸗ treten und hatte ſich durch mehre glücklich geführte Prozeſſe, ſo wie durch einige ſehr geiſtreich geſchriebene Diſſertativnen über ſtreitige Rechtsfälle bereits einen ſolchen Namen erworben, daß ſelbſt das Juſtizmini⸗ ſterium auf den jungen Mann aufmerkſam geworden und ihm von mehren Seiten ehrenvolle Anträge ge⸗ ſchahen, um den geiſtreichen Juriſten für den Staats⸗ dienſt zu gewinnen. Willer liebte indeß, ſeinen alten Grundſätzen getreu, viel zu ſehr die Unabhängigkeit, als daß er ſich hätte entſchließen können, von dieſen Anträgen Gebrauch zu machen.
gewiſſenloſe Brückenzollgeldereinnehmer die eigene ihm


