ſchrockenen ſprach, begann der Sportelſchreiber etwas freier zu athmen. Endlich gelang es, ihn vollkommen von ſeiner Furcht zu befreien; aber nun machte ſich der gewiſſenhafte Mann wieder Vorwürfe, den inti⸗ men Freund des Hofcommiſſairs in ſo ſchwarzem Ver⸗ dachte gehabt zu haben.
Er begann in endloſen Perioden, bei welchen er nicht ſelten aus der Conſtruetion fiel, ſeine Entſchul⸗ digung hervorzuſtammeln, bis Eccarius ihn aus ſeiner Verlegenheit befreien wollte, indem er ihn zum Souper auf heute Abend einlud. 8
„Kommen Sie,“ ſprach Eccarius,„und kehren Sie mit uns um. Es wird ſpät. Wir wandern ſelban⸗ der nach dem Keller; die Kliemann hat deliciöſen Aal; der ſoll vortrefflich munden.“
Kappler gerieth durch dieſe Einladung in um ſo größere Beſtürzung.„Wie,“ dachte er bei ſich,„da ſollſt du gar auf dem Keller mit ſpeiſen, vor allen Leuten? Das muß ja dem Herrn Stadtrichter, ſo er davon erfährt, wie offene Rebellion und Empörung erſcheinen. Erſt dieſen Nachmittag hat er mich ge⸗ warnt und den Abend ſchon handle ich ſeinem Gebote ſchnurſtracks zuwider.“ Schon daß er mit dem Huf⸗ commiſſair und Willern nach der Stadt zurückkehren ſollte, erfüllte ihn mit gerechtem Bangen.
Er verſuchte daher alles Mögliche, um von dem Souper auf dem Keller(ohne die heutige Verwarnung des Stadtrichters würde es ihm zur höchſten Ehre ge⸗ reicht haben) und von der ſofortigen Rückkehr nach der Stadt loszukommen. Er rief den„wunderſchönen Gold geſäumten Abend“ zu Hülfe und entſchuldigte ſich mit geſchwächtem Magen und beiſpiellos ſchlechtem Appetit.
Da half Alles nichts. Kappler, obſchon in halber


