Teil eines Werkes 
6. Band, Deutsche Pickwickier : komischer Roman : 1. Theil (1853)
Entstehung
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ſprang wie behext von ſeinem Sitze auf und machte die ehrerbietigſte Verbeugung.

Der Herr von Löwenſtern, begann der Diener in ziemlich hoffärtigem Tone,läßt Ihnen ſagen, Sie möchten, wo möglich heut noch, nach Ehrenberg kom⸗ men; es gäbe daſelbſt Noten abzuſchreiben. Aber vergeſſen Sie es nicht.

Bevor ſich noch Kappler auf eine Erwiederung beſonnen hatte, war der Betreßte verſchwunden.

Der Sportelſchreiber glaubte nicht recht gehört zu haben; er war aus den Wolken gefallen, und fuhr noch eine Zeit lang mechaniſch fort Bücklinge zu machen.

Herr von Löwenſtern Ehrenberg Schloß höchſte Nobleſſe! ſprach er für ſich in abgebrochenen Sätzen. Eine ſo hohe Ehre war ihm auf dieſer Erde noch nicht zu Theil worden. Dieſe unerwartete Scene hatte ihn ſo aus aller Faſſung gebracht, daß er nicht im Stande war, eine Note weiter zu ſchreiben.

Herr von Löwenſtern, fuhr er im Zimmer auf und ab laufend fort,das iſt ja einer der höchſten Adeligen von Neukirchen und der ganzen Umgegend. Das iſt ja ein großmächtiger Herr, vor welchem ſelbſt mein hochverehrter Chef, der Stadtrichter, den aller⸗ höchſten Reſpect hat.

Während den Sportelſchreiber dieſe Angelegenheit noch außerordentlich beſchäftigte, klopfte es abermals an die Thür und der Hofcommiſſair trat herein. Die⸗ ſer erkannte ſogleich an Kappler's Aufregung, daß et⸗ was Außergewöhnliches vorgefallen war. Er erkun⸗ digte ſich und der in großen Allarm geſetzte Sportel⸗

ſchreiber hielt nicht hinter dem Berge, ſondern theilte

den erhaltenen Auftrag mit. Eccarius blieb ſehr ruhig. Er ſah ſogleich, daß es hier nicht auf No⸗ tenſchreiberei abgeſehen ſei, ſondern daß man ſich

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