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„Hundert, und auch dann nicht?“ frug der Arzt erſchrocken.
„Halten Sie es nicht für Eigenſinn,“ fuhr Janak fort;„ſein Sie verſichert, daß ich mit Freuden den Handel ſchließen würde, wenn es nicht ſeine eigene Bewandtniß hätte. Wir ſind unter uns; ich baue auf Ihre Discretion und will Ihnen das Räthſel lö⸗ ſen.“ Hier ſprach er lange und leiſe zum Arzte.
„Und Andere ſind in der Gegend wohl nicht auf⸗ zutreiben,“ frug der Letztere, als Jener mit ſeinen Mittheilungen zu Ende war.
„So viel mir bekannt, nicht. Indeß wollen Sie ſich umthun. Man kann nicht wiſſen.“
„Die Zeit drängt,“ ſprach der Doctor und ſchritt gedankenſchwer auf und ab. Er ſchien lange mit ſich ſelbſt zu kämpfen. Endlich blieb er vor dem Uner⸗ bittlichen ſtehen.
„Es koſte was es wolle,“ rief er mit entſchiede⸗ nem Tone, ich muß ſie haben. Es hängt ein Men⸗ ſchenleben daran.“
„Ein Menſchenleben,“ frug Jener erſchrocken,„von meinen—?“
„Sie erhalten heute noch hundert Louisd'or,“ fuhr
der Arzt fort,„die Stelle wird Ihnen nicht entgehen;
ich bin nicht ohne Einfluß in hohen Familien. Ich werde Alies aufbieten, und fallen Sie dennoch durch, ſo erhalten Sie die Summe von hundert Luuisd'or nochmals ausgezahlt. Jetzt keine Widerrede.“
Vergebens beſchwor jener ihm Zeit zu laſſen zur Ueberlegung: aber der Doctor ſtellte ihm Alles ſo plauſibel und einladend dar, daß er endlich halb frei⸗ willig, halb gezwungen den Handel einging.
„Topp! der Kauf iſt geſchloſſen!“ rief der Doctor. „In ein paar Stunden ſehen wir uns wieder.“ Er eilte Stolle, ſämmtl. Schriften. V.


