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men; bei dem verzweifelten Weſen im Hauptgange mochte ich nicht vorbei, und wenn man mir ſonſt was geboten hätte; das mußte ja ein deſperater Geiſt ſein, der am hellerlichten Tage, die Sonne konnte gar nicht klarer ſcheinen, auf belebtem Pfade auf⸗ und abmar⸗ ſchirt. Ich hielt es am gerathenſten, umzukehren und trabte zähneklappernd nach dem Herrnhauſe zurück.
Hier kam mir Herr Wolbrecht, den meine plötz⸗ liche Flucht nicht wenig in Schrecken geſetzt, eiligſt ent⸗ gegen. Als er mein kreideweißes Geſicht erblickte, erſchrak er noch mehr.
„Um Himmelswillen, theuerſter Freund,“ frug er, „was iſt vorgefallen, Ihnen muß etwas Außerordent⸗ liches widerfahren ſein?“
„Allerdings,“ ſtotterte ich,„das iſt es auch.“ Da⸗ bei blickte ich mich ſcheu nach dem Parke um, ob mir etwa der Geiſt Emiliens bis in den Menſchen beleb⸗ ten Hofraum nachgefolgt ſei. Da ich jedoch Nichts erblickte, ward ich gefaßter, ergriff Herrn Wolbrecht krampfhaft am Arme und frug, ob mir zu ſprechen erlaubt ſei?
„Ich bitte darum,“ munterte der Gefragte,„ich liege ſelbſt auf der Folter der Neugier.“
Nun machte ich Herrn Wolbrecht durchaus kein Geheimniß von den Geiſtern, die ſich auf ſeinem Territorium blicken ließen. Ich erzählte haarklein das ganze Abenteuer; nur von einem früheren Verhält⸗ niß zu Emilien und von ihrer Untreue ſagte ich Nichts.
„Herr Wolbrecht hatte die ganze Relation der au⸗ ßerordentlichen Begebenheit mit angehört. Er blieb nichtsdeſtoweniger verzweifelt ruhig, faßte, als ich zu Ende war, meine beiden Hände und ſprach lächelnd:
„Sie haben ſich dennoch getäuſcht, mein lieber Freund, wenn Sie Geiſter zu ſehen glaubten; das


