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mane, wie vorhin in der Lanbe in dem goldgerän⸗ derten Almanach leſend.“
„Der Sohn meines Univerſitätsfreundes,“ ſprach mein Begleiter mich vorſtellend. Ich mochte eine ſon⸗ derbare Figur bei dieſer feierlichen Vorſtellung ſpie⸗ len, denn ich fühlte, wie ich ſtarr und ſteif daſtand, ohne Leben und Bewegung, nur einen vernichtenden Blick nach der Treuloſen werfend.
„Emilie hatte ſich erröthend erhoben. Sie mochte der Scene in der Laube ſich erinnern, denn ſie ſchien zu zittern. Das einſtige, beſeligende Lächeln legte ſich um den reizenden Mund, wie einſt fiel der Him⸗ melsblick ihrer Blumenaugen auf mich; aber ich blieb, Ingrimm im Innern, derſelbe eiſige Mann.
„Da traf ſich's, daß der Herr Papa abgerufen ward, ich befand mich mit Emilien allein.
„Iſt's Wahrheit oder Traum,“ begann ſie mit der holden, einſchmeichelnden Stimme,„Du hier, Ein⸗ ziggeliebter?“
„Einziggeliebter? Ich glaubte nicht recht gehört zu haben. Wie viel Einziggeliebte hat denn die Gott⸗ loſe? Dieſe beiſpielloſe Verſtellung brachte mich vol⸗ lends auf. Ich blickte mich um, ob etwa der mar⸗ tialiſche Hauptmann in der Nähe, und da ich mich allein befand, fuhr ich giftig heraus:
„In der That, mein Fräulein, Sie ſpielen ein edles Spiel, doch bedaure ich, an dieſer Spielpartie künftig keinen Theil nehmen zu können, da ich durch⸗ aus keine Luſt verſpüre, die Rolle des Strohmannes zu übernehmen.“
„Mit dieſen Worten machte ich eine kurze Ver⸗ bengung und verließ ſchleunigſt das Zimmer.
„Eduard! Eduard!“ tönte Emiliens Stimme, aber nichts konnte mich halten. Ich ſtürmte fort mit dem


